das eigene „ICH“
Schautdoch.ch · Ideenwerkstatt
mein ICH
## Wann soll das ICH da sein?
Wann greift dieses Thema überhaupt?
Bei den meisten Menschen vielleicht nie. Nicht weil sie kein eigenes Ich hätten, sondern weil sie mit der auferlegten Rolle zufrieden sind. Oder weil es einfacher ist, so zu bleiben, wie Eltern, Schule, Beruf und Gesellschaft es ihnen gesagt haben.
Schon Kinder werden in diese Ordnung hineingeführt. Eltern drängen sie, sich als Erste an der Essensschlange zu bedienen: Nimm, denn es kostet etwas. Sichere dir deinen Anteil.
Freunde von mir sind Köche. Sie erzählen, dass verderbliche Waren obenauf gelegt werden. Was oben liegt, wird zuerst genommen und muss später nicht weggeworfen werden. Die Menschen glauben, sie entschieden selbst. Doch ihre Wahl wurde bereits vorbereitet.
So funktioniert vieles in unserem Leben.
Wir halten unser Verhalten für selbstverständlich und unsere Entscheidungen für frei. Dabei bewegen wir uns häufig nur innerhalb einer Ordnung, die andere für uns eingerichtet haben. Wir übernehmen ihre Vorstellungen von Erfolg, Sicherheit, Ansehen und Vorteil – und nennen das schließlich unser Leben.
Meine Bilder zeigen Menschen.
Nicht ihr Alter ist entscheidend, sondern der Augenblick, in dem ihre bisherige Ordnung brüchig wird.
Eine Sportlerin erkennt, dass ihre Laufbahn langsam zu Ende geht. Wer ist sie, wenn der Wettkampf sie nicht mehr bestimmt?
Ein Geschäftsmann fährt seine Firma in den Sand. Oder er übergibt sie seinen Kindern oder Weggefährten, weil er sein verbleibendes Leben genießen möchte. Doch wer ist er ohne die Firma, ohne Verantwortung und ohne seine bisherige Bedeutung?
In solchen Augenblicken erscheint das ICH nicht als fertige Antwort. Es erscheint zunächst als Leere.
Das bisherige Leben trägt nicht mehr. Das neue ist noch unbekannt.
Sich dazu zu bekennen, das eigene Ich zeigen zu wollen, ist deshalb ein Kraftakt. Denn es kostet etwas: Sicherheit, Anerkennung, Zugehörigkeit und manchmal sogar die Menschen, die nur unsere bisherige Rolle kannten.
Wer kann schon ohne Weiteres etwas tun, das er noch nicht kennt?
Vielleicht soll das ICH genau dann da sein: in jenem offenen Augenblick, in dem die alte Rolle endet und noch keine neue Rolle bereitsteht.
Das ICH wird nicht gefunden.
Es geschieht, wenn ein Mensch den Mut aufbringt, im Unbekannten zu bleiben, ohne sofort wieder jemand werden zu müssen, den andere bereits kennen.
*Ein Gedankengang im Dialog mit dem Denken von Tobias Rees.*
Projektfläche
Wieso lassen beeinflusst.
Warum lassen wir uns manipuliere
ströme
Textidee
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Scheinwerfer Lich
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Einflüsse
Bild
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Wollen wir erkennen das jeder ein ICH besitzt
was macht uns den zu Herden Tiere
Textidee
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Ideen auf dem Boden – noch nicht fertig
Der Boden ist frei – alle Ideen sind in Arbeit.